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Bonner Islamwissenschaftlerin plädiert für drastische Reform der islamischen Theologie


Eine profilitierte deutsche Islamwissenschaftlerin stellt eine provokante These in den Raum. Sie fordert, dass sich der Islam vom Beispiel Mohammeds verabschieden muss. Anders sei das Gewaltproblem nicht zu lösen.

Die Bonner Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher sieht in der muslimischen Religion einen Keim der Gewalt angelegt. «So lange die Kampfaufrufe Mohammeds und der Kalifen nicht für alle Zeiten für ungültig erklärt werden, wird der Islam sein Gewaltproblem nicht loswerden», sagte Schirrmacher der «Rheinischen Post» (Freitag).

Der politische Islam berufe sich auf die wesentlichen Quellen des Islams, die kein grundsätzliches Verbot von Kriegführung und Gewalt zur Verteidigung des Islam formulierten. «Auch das Vorbild des Propheten Mohammed als Kriegsherrn und das grundsätzliche Gebot, ihn in allem nachzuahmen, ist von der Theologie nie grundsätzlich relativiert worden», sagte die Professorin, die an den Universitäten Bonn und Leuven lehrt.

Die Berliner Expertin für muslimische Identitäten, Naika Foroutan, hielt dem aber entgegen, so die dpa: «Die Religion rechtfertigt den Tod nicht.» Dies zeigten die Reaktionen muslimischer Verbände, erklärte die an der Humboldt-Universität tätige Wissenschaftlerin am Donnerstagabend im ZDF. Das Bewusstsein von Muslimen, sich der Vereinnahmung ihres Glaubens durch die Attentäter entgegenzustellen, sei sehr groß.

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